Feb 7, 2008

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Haarausfall und Hautkrankheiten

Haarausfall trifft Männer und Frauen – allerdings in unterschiedlichem Lebensalter. Der Haarausfall bei Männern wird durch immer größere Geheimratsecken, sowie oft einer runden Tonsur auf dem Kopf gekennzeichnet. Bei Frauen verläuft der Haarausfall dagegen eher diffus. Ein besonders dramatische Form von Haarausfall ist die Alopecia areata, bei der die Krankheit den totalen Verlust des Haares auf dem Kopf oder in schlimmen Fällen auch Gesicht und Körper bedeuten kann. Zum Glück sind diese Fälle relativ selten, meist handelt es sich um “normalen” anlagebedingten Haarausfall. Es gibt mehrere übliche Therapiemöglichkeiten gegen den Haarausfall, zwei bedeutende Arzneimittel sind Minoxidil (Rogaine / Regaine) und Finasterid (Propecia / Proscar). Sie helfen beim das Haarwachstum bei einer größeren Anzahl von Patienten, allerdings ist das Ausmaß der Wirkung unterschiedlich. Viele andere Produkte werden gegen Haarausfall ausgepriesen, leider halten nicht alle Wundermittel was sie großspurig verkünden.

Bei Männern ist auch eine Haartransplantation möglich. Dabei werden Haarbündel von der Rückenseite der Kopfhaut auf die kahlen Stellen an der Vorderseite verpflanzt. Der Vorteil der Haartransplantation liegt in der schnellen und meist sicheren Durchführung, dafür kostet eine Haartransplantation auch viel Geld. Es gibt unterschiedliche Techniken um eine Haartransplantation durchzuführen, vereinfacht “Strip” und “FUE”. Bei einer Haartransplantation nach der Strip-Methode wird ein Streifen mit Haaren am Hinterkopfentnommen, während bei der FUE einzelne Haarbündel herausoperiert werden. Die Unterschiede zwischen den Methoden sind gewaltig, genauso wie die Preise.

Alopecia areata ist eine Autoimmunkrankheit, analog wie die Neurodermitis. Normalerweise schützt das Immunsystem den Körper gegen Infektionen und Krankheiten. Bei einer Autoimmunkrankheit greift das Immunsystem des Körpers versehentlich einen Teil des eigenen Körpers an, wie den Haarfollikel oder die Hautzellen. Auch Neurodermitis tendiert dazu, am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen herauszukommen. Jedoch kann Neurodermitis auch ältere menschen betreffen, genauso wie Neurodermitis durch psychologischen Stress gefördert wird. Es gibt mehrere unterschiedliche Hypothesen darüber, was Neurodermitis verursacht. Genetische ursachen scheinen bei der Neurodermitis eine bedeutende Rolle zu spielen, da es eine höhere Inzidenz innerhalb einer Familie gibt. Auch Asthma, Heuschnupfen und Schilddrüsenkrankheiten treten bei Verwandten mit Neurodermitis gehäuft auf.

Eine weitere gentisch veranlagte Krankheit mit einem Beginn schon bei Kindern ist ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizits-Störung. Die ersten Anzeichen von ADHS sind schon bei Babys zu erkennen, die besonders oft schreien und erste motorische Unzulänglichkeiten aufweisen. Mit Schuleintritt kommt es oft schon zu ersten Konflikten. Das ADHS führt zu unruhigem Verhalten, Verminderung von Konzentration, Wahrnehmung und sozialen Kontakten, sowie zu der konfliktträchtigen Problematik keine Aufgaben zu Ende zu führen. ADHS ist relativ häufig, ca. 3-5 % aller Kinder leiden darunter. Eine ordnungsgemäße Diagnose muss auf jedem Fall von einem ausgebildeten Arzt oder Psychologen gestellt werden. Als Therapie von ADHS kommen Arzneimittel wie Strattera oder Ritalin in Kombination mit einer psychologischen Verhaltenstherapie in Frage. ———-

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